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  • QPlus Lamm und Kitz

    Qplus Lamm und Kitz ist ein freiwilliges Programm zur Qualitätsverbesserung und Steigerung des betrieblichen Managements in der Schaf- und Ziegenhaltung.

    Qplus Lamm und Kitz ist ein weiteres Modul der Richtlinie „Haltung von Schafen und Ziegen“. Diese Richtlinie ist Milchschaf- und Milchziegenbetrieben unter Milchleistungskontrolle bereits bekannt. Das bestehende Modul Qplus Schaf und Ziege refundiert den Teilnehmenden beinahe die vollständigen Kosten der Leistungsprüfung.

    Der Aufbau von Qplus Lamm und Kitz ist systematisch gleich – zielt jedoch wie oben beschrieben auf die Verbesserung der Fleischqualität und auf die Steigerung des betrieblichen Managements ab.

    Die Förderung erfolgt im Rahmen des Programmes der „Ländlichen Entwicklung 2014 – 2020“ über die Maßnahmen „Teilnahme an Lebensmittelqualitätsregelungen“. Zusätzlich unterstützen die Länder die Modulteilnehmenden mit einer € 500 De-minimis Förderung pro Betrieb und Jahr. Die Ausbezahlung der Förderung erfolgt über die Agrarmarkt Austria (AMA).

    • Keine Teilnahmegebühr - keine Vorfinanzierung
    • Pro Betrieb jährlich € 500,- De-minimis Förderung
    • Zwei Betriebsbesuche jährlich durch Qualitätsbeauftrage des Zuchtverbandes und somit die Möglichkeit Fragen und Problemfelder zu diskutieren
    • Kostenlose Kotprobenuntersuchung und optische Beurteilung der Tiere (ab 2025)
    • Jeder Betrieb erhält einen Jahresbericht anhand seiner Kennzahlen
    • Unbürokratische Datenerfassung und einfache Abwicklung durch die Digitalisierung

    Die Teilnahme am Modul ist für jeden Zucht- und Haltungsbetrieb mit einer gültigen LFBIS-Nummer und mindestens 10 Muttertieren möglich.
    Der Programmeinstieg ist derzeit möglich.

    Das hinterlegte Qualitätsprogramm „AMA Gütesiegel“ ist auf Grund der heimischen Strukturen gut umsetzbar. Da die Erzeugerrichtlinien von AMA Gütesiegel Lamm und Kitz weitestgehend auf die gesetzlichen Richtlinien aufbauen, ist die Teilnahme für alle Betriebe, konventionell und biologisch, ohne großen Mehraufwand möglich. Zudem unterstützt Sie Ihre Abwicklungsstelle informativ, sowie bei der Zeichnung des notwendigen Erzeugervertrages (konventionelle Betriebe) bzw. der AMA Gütesiegel – Zusatzvereinbarung (biologische Betriebe) im Rahmen des ersten Betriebsbesuchs.

    Die Berechnung betrieblicher und tierischer Kennzahlen ist ein wesentlicher Teil des Moduls Qplus Lamm und Kitz. Basis dafür ist die Nutzung des Herdenmanagementprogrammes sz online, welches eine Schnittstelle zum Auswertungsmodul Qplus Lamm und Kitz hat.

    Alle betriebs- und tierrelevanten Daten, wie Zu- und Abgangsmeldungen und Geburtenmeldungen, können laufend durch die BetriebsführerInnen selbst eingepflegt werden. Auf Basis dieser betriebsindividuellen Daten, kombiniert mit den Erkenntnissen der beiden Betriebsbesuche, erstellt Ihr/e Qualitätsbeauftrage/r mit Ihnen gemeinsam einen individuellen Betriebs- und Managementplan, sowie einen Leistungsbericht. Dieser zeigt Ihnen die Verbesserungspotentiale Ihres Betriebes auf und bietet die Möglichkeit zur Optimierung und Erhöhung Ihrer betrieblichen Wertschöpfung.

    Qualitätsbeauftragte sind KEINE Kontrollorgane, sondern geschulte Serviceorgane der regionalen Abwicklungsstellen. Durch ihre fachlichen und praktischen Erfahrungen unterstützen Sie die Qualitätsbeauftragten bei der Optimierung Ihrer Produktion.

    Mutterschafe/Mutterziegen

    Kennzahlen

    Zielwerte

    Ablammquote

    Geb. Lämmer/Kitze je Mutterschaf/Ziege

    0,8 Lämmer/Kitze pro Jahr

     

    mind. 80%

    Zwischenlammzeit/-kitzzeit

    400 Tage

    mind. 80%

    Aufgezogene Lämmer/Kitze je Mutterschaf/Ziege (nach 48 Stunden)

    0,7 Lämmer/Kitze pro Jahr

    mind. 80 %

    Verlust von Lämmern/Kitzen (Totgeburten, vorzeitige Verendungen)

    max. 10 % in Relation zu geborenen Lämmern/Kitzen

    Qualitätsmaßnahme:

    Einsatz von Zuchttieren

    MännlicheTiere: Ein Fleischleistungsprüfungswert von mind. 100 oder eingestuft in Abteilung A

     

    WeiblichTiere: 20% der Mutterschafe/Ziegen haben einen durchschnittlichen Fitness-Zuchtwert von mind. 95 und/oder sind eingestuft in Abteilung A

    Verwendung eines Online Herdenmanagement Programmes

    Verpflichtende Geburtsmeldung innerhalb von 21 Tagen

     Zu- und Abgangsmeldung innerhalb von 7 Tagen

    Elektronische Tierkennzeichnung

    Einsatz von einer elektronischen und einer visuellen Ohrmarke

    Kernziel des Programms ist eine Optimierung des betrieblichen Managements für teilnehmende Schaf- und Ziegenbetriebe. Die Bereiche Tiergesundheit, Fütterung, Haltung und Hygiene rücken in den Mittelpunkt und werden bei den Betriebsbesuchen gemeinsam beurteilt und besprochen.

    Für jeden teilnehmenden Betrieb gilt es definierte Zielwerte (Anzahl geborener/aufgezogener Lämmer, Zwischenlammzeit oder Totgeburtenrate) zu erreichen. Jeder Betrieb erhält einen Jahresbericht über die Ergebnisse der betriebsindividuellen Erhebungen. Werden die Soll-werte unterschritten, werden gemeinsam Maßnahmen erarbeitet um die Kennzahlen zu verbessern und somit die Wirtschaftlichkeit zu steigern. Das Qualitätsniveau der gesamten Schaf- und Ziegenfleischproduktion soll dadurch gestärkt und erhöht werden.

    Ein weiteres Ziel des Projektes ist die Digitalisierung – von der Vertragsabwicklung, der Datenerhebung bis hin zur Datenauswertung.

    Ab 2025 wird zusätzlich zum Betriebsfragebogen bei jedem Betriebsbesuch kostenlos eine Kotprobe direkt vor Ort mit dem neuen Untersuchungsgerät „OvaCyte Faecal Analyser“ untersucht. Es gibt sofort Auskunft über den Grad der Verwurmung. Der Betrieb kann somit in Absprache mit dem Qualitätsbeauftragten des Zuchtverbandes das Weidemanagement optimieren und bei Bedarf mit seinem Tierarzt notwendige Behandlungen vornehmen.
    Durch regelmäßige Kotprobenuntersuchungen sollen Ausfälle minimiert werden.  Der Arzneimitteleinsatz soll spezifischer bzw. im Hinblick auf steigende Resistenzen in der Parasitenbehandlung, reduziert werden.

    Weiters werden 10 % der ausgewachsenen Tiere hinsichtlich Ernährungszustand – von zu mager bis zu fett - eingestuft. Zudem wird der allgemeine Zustand der Tiere beurteilt – eventuelle Verletzungen, Hautparasiten oder Lahmheiten werden genauer betrachtet. Diese Beurteilung wird gemeinsam mit dem Landwirt:in durchgeführt und soll sensibilisieren und helfen eventuelle Erkrankungen oder Betriebsblindheit vorzubeugen.